In Zeiten von steigenden Gas- und Ölpreisen schaffen sich immer mehr Hausbesitzer eine Pelletheizung an, da die Pellets eine lohnende Alternative zu herkömmlichen Heizstoffen darstellen. Sie sind billiger und gelten als deutlich umweltfreundlicher. Doch wie werden Pellets hergestellt und handelt es sich hierbei tatsächlich um einen ökologischen Brennstoff?
Bei Pellets handelt es sich um gepresste Sägespäne, Hobelspäne und Hackschnitzel. Meist stammen diese aus Sägewerken. Hackschnitzel und größere Holzabfälle werden in einer Hammermühle zerkleinert, damit sie die notwendige Größe bekommen. Mittels Band- und Trommeltrocknern wird dem Holz Wasser entzogen, sodass eine Restfeuchte von etwa 8 Prozent verbleibt.
Anschließend wir das Material mit heißem Wasserdampf behandelt, um das sogenannte Lignin, eine Art Harz, aus den Zellwänden freizusetzen, das dann als Klebstoff fungieren soll. Dabei wird eine Feuchte von 8 – 12 Prozent erreicht.
Sind die Voraussetzungen gegeben, wird das Material in eine Matrizenpresse gegeben, wo es bei Temperaturen von 40 – 50 Grad und unter hohem Druck zu den eigentlichen, stäbchenförmigen Pellets verarbeitet wird. Dies geschieht, indem die Masse durch Bohröffnungen der Matrize gepresst werden. Beim Abkühlen erhalten die Pellets ihre charakteristische Form.
Der Energieaufwand bei der Herstellung von Pellets beträgt je nach Trockenheit des Holzes zwischen 3 und 17 Prozent des Energiegehalts. Der Bereitstellungsaufwand von Heizöl beträgt 12 Prozent.
Foto: © Stefan Merkle – Fotolia.com


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